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Grüne Liste Ditzingen

ArchitektInnen zum Thema Stuttgart21

 

Die Gruppe „ArchitektInnen für K21“ hat aus architektonischer Sicht in 12 Tafeln die Probleme und Auswirkungen des geplanten Tiefbahnhofs prägnant dargestellt.

Die GRÜNE LISTE Ditzingen lädt Sie schon heute herzlich ein, die Ausstellung zu besuchen, am besten natürlich anlässlich der Vernissage, bei der Herr Kühfuß, Architekt und Mit-Initiator der Ausstellung, Hintergründe und Konzeption der Tafeln erläutern wird.

 

Die GRÜNE Liste wird Ihnen bis zur Ausstellungseröffnung an dieser Stelle einige Positionen der „ArchitektInnen für K21“ vorstellen:

Zum Selbstverständnis der „ArchitektInnen für K21“:

„… In unserem Arbeitsforum finden sich ArchitektInnen, StadtplanerInnen und LandschaftsarchitektInnen wieder, die aus fachlicher Sicht eine grundsätzliche Kritik an dem Projekt S21 und der Planung der Neubaustrecke Wendligen-Ulm teilen. Wir wollen dazu beitragen, dass das Projekt in der momentan geplanten Form nicht realisiert wird.

Wir gehen als Grundlage für unsere Argumentationen von der Alternativplanung K21 aus, wohlwissend, dass eine zukunftsfähige architektonische, Stadt- und landschaftsplanerische Lösung für den Erhalt und Ausbau des Kopfbahnhofes erst nach Ausarbeitung eines tragfähigen Schienenkonzeptes entwickelt werden kann. Wir sind der Überzeugung, dass mit dem Ausbau und der Weiterentwicklung des bestehenden Kopfbahnhofes die Leistungsfähigkeit erheblich gesteigert werden kann. Die Anpassungen an zukünftige, im Moment nicht voraussehbare verkehrstechnische Entwicklungen, können bei K21 besser realisiert werden als im Projekt S21, das während der Realisierung nicht veränder- und korrigierbar sein wird…“

 

Die gesamten Ausführungen der Gruppe finden Sie unter www.architektinnen-fuer-k21.de/selbstverständnis


Bärbel Höhn MdB


„Die Zukunft der Energie“ –

Vortragsabend mit Bärbel Höhn MdB


Lebendig, kompetent, neugierig: Ein ausgesprochen engagiertes Publikum überschüttete unsere Referentin förmlich mit sachkundigen Fragen. Warum die dringliche Modernisierung von Neckarwestheim I denn jetzt ins Stocken geraten sei; ob sich Stromüberschüsse nicht mittels Elektrolyse speichern lassen; ob die Laufzeitverlängerungen rückgängig gemacht werden können. Bärbel Höhn beantwortete alles souverän und freundlich, in der lebhaften Diskussion ebenso wie anschließend zwischen Speis' und Trank unterm grünen Schirm der GL. Zuvor hatte sie in einer knappen Stunde einen großen, spannenden Bogen geschlagen – mit der ihr eigenen Energie als Rednerin.


In Höhns strammem, aber unterhaltsamem Marsch durch das Thema wurde rasch klar, dass hier eine hochkarätige Expertin sprach. Die Diplom-Mathematikerin und stellvertretende Fraktionsvorsitzende von Bündnis 90 / Die Grünen war zehn Jahre lang Ministerin in Nordrhein-Westfalen, bevor sie 2005 in den Bundestag einzog. Neben Umwelt- und Verbraucherschutz machte sie Energie zu ihrem Spezialgebiet. Ein weites Feld, in dem Bärbel Höhn erfrischend konkrete Pflöcke einschlug. Plastisch erläuterte sie, warum die Atomkraft eine volkswirtschaftliche Belastung bedeutet und zugleich untragbare Sicherheitsrisiken mit sich bringt. Die am Bundesrat vorbeigemogelte Laufzeitverlängerung verschärfe insbesondere das seit jeher ungelöste Entsorgungsproblem. Und während an der Leipziger Terminbörse die Strompreise gefallen seien, zahle der Abnehmer immer mehr für die Kilowattstunde. Das liegt nicht an der Umlage für die Erneuerbaren, sondern ist den exorbitanten Konzerngewinnen geschuldet. Höhn machte außerdem deutlich, weshalb Atomkraft nicht wie gern behauptet zum „Energiemix“ mit erneuerbaren Energien taugt: Technisch verlangen diese Erzeugungsformen unterschiedlich optimierte Netze. Politisch gesehen war die Subventionierung der Atomenergie schon immer falsch, teuer und risikobehaftet. Dadurch wirken die längeren AKW-Laufzeiten als Bremsklotz der Dynamik der regenerativen Energien entgegen. Die Stromkonzerne halten derweil alte Atommeiler wie Neckarwestheim am Leben – das Rekordkraftwerk für „Meldepflichtige Ereignisse“ wäre heute nicht mehr genehmigungsfähig – und zementieren den gefährlichen Dauerspagat zwischen Rentabilität und Sicherheit. Ja, bekräftigt Bärbel Höhn, die Grünen in der Regierung würden alles daransetzen, den Bremsklotz Atomkraft zu lösen. Dass auch erneuerbare Energien durchaus einmal mit Naturschutz-Interessen in Konflikt geraten können, etwa bei den Pumpspeichern im Schwarzwald, blieb in der Diskussion nicht ausgespart.

Unterm Strich entstand ein realistisch differenziertes, dabei aber hoffnungsvolles Bild von der Zukunft der Energie. Es passte gut in dieses Bild, dass die extra aus Berlin angereiste Bärbel Höhn lobende Worte für unsere Stadt fand. Die anvisierte Gründung eigener Stadtwerke eröffne Gestaltungschancen, gegen die Monopole und im Interesse der Menschen, sehr im positiven Trend. Die vorbildliche Arbeit des Solarvereins in Ditzingen tue ein Übriges. Bleibt zu wünschen, dass sich all diese positiven Strahlungen am 27. März bündeln und wir in Baden-Württemberg mit der Energie – und nicht nur damit – sauber vorankommen. Wähler, geht wählen. Es lohnt sich!


Ulrich Steller

Veranstaltung mit Bärbel Höhn am 23.02.2011 im Bürgersaal Ditzingen

Bilder von der sehr gut besuchten Informationsveranstaltung mit Professor Bodak zu Stuttgart 21 am Sonntag, den 6.2.2011.

 

 

Vortrag „Stuttgart 21 nach der Schlichtung“

Den Lokführerschein gemacht, dann als Ingenieur und Planer lange Jahre vorstandsnah bei der DB AG tätig. Heute als unabhängiger Sachverständiger gefragt, Schlichtungs-Teilnehmer gewesen: Wer wäre kompetenter als Prof. Dipl.-Ing. Karl-Dieter Bodack, um S21 kritisch zu beleuchten und vernünftige Alternativen aufzuzeigen? Genau dies tat der Referent, kenntnisreich und mit einer erfrischenden Prise Humor, vor einem ebenso zahlreichen wie engagierten Publikum. Inmitten der gefühlten 200 Zuschauer saßen als prominente Gäste Oberbürgermeister Makurath sowie unser Grüner Landtagskandidat Dr. Markus Rösler. Ganz nebenbei mochte der volle Bürgersaal einen anschaulichen Vorgeschmack geben auf das Gedränge im engen Tiefbahnhof.


S21 stellt sich nach dem Faktencheck („Schlichtung“, so Bodack, ist das falsche Wort) erst recht als überambitioniert dar. Kosten, Risiken und Nutzen stehen in keinem vernünftigen Verhältnis. Fast genüsslich legte der Referent den Finger auf die unzähligen Schwachstellen und brachte dabei selbst Kundigen noch manches Aha-Erlebnis. Wofür baut man so viele kostspielige Tunnelkilometer, wenn die neue Albtrasse steiler wird als bisher? Weil sie 160 Meter höher führt. Wieso erkauft man jede Minute „schneller nach Ulm“ mit 200 Millionen Euro, wenn der Zeit-„Gewinn“ mangels integralem Taktfahrplan fast wieder verlorengeht? Wer bitteschön reist per ICE aus München an, um in Stuttgart einen Abflug zu machen? Kurzum, was nach der inneren Logik der DB – Gewinn machen! – verständlich wird, führt volkswirtschaftlich in die Irre. Denn während die Trassenpreise steigen, Fahrkarten teurer werden und Züge seltener, finanziert sich S21 dennoch vorwiegend aus Steuergeldern. Moderator Jörg Becker von der „Initiative für einen zukunftsfähigen Kopfbahnhof 21“ erinnerte passend daran, dass allein Ditzingen für S21 jährlich 110.000 Euro zahlen soll.

Was tun? Die Alternative K21 kostet deutlich weniger und erhöht die Leistung des Schienennetzes effektiver. Durch die öffentliche Aufmerksamkeit, so Prof. Bodack, haben Experten wie er eine Chance gegen die Geheimhaltungs-Strategie der Bahn bekommen. Mehr noch, die engagierte Öffentlichkeit kann den architektonischen „Pharaonen-Komplex“ (Markus Rösler) der derzeitigen Landespolitiker ganz demokratisch überwinden. Da kommt die Wahl am 27. März wie gerufen. Weitersagen!

Ulrich Steller


Der Landtagskandidat der Grünen Dr. Markus Rösler mit Ditzingens OB Michael Makurath und Gemeinderätin Ulrike Sauter

 

Grüner Landtagskandidat Dr. Markus Rösler zum Antrittsbesuch bei OB Makurath


Im Rahmen seiner "Bürgermeistertour" kam Markus Rösler, Landtagskandidat der Grünen für unseren Wahlkreis Vaihingen/Enz, zu einem Gespräch zu OB Michael Makurath. Verstärkt wurde er durch die Vorsitzende der Grünen Liste Ditzingen, Ulrike Sautter der Vereinsvorsitzenden Andrea Bischoff-Schwarz sowie durch die grüne Gemeinderätin und Kreisrätin Doris Renninger.

Finanzpolitik, Bildungspolitik, Verkehrspolitik und Umweltschutz sowie Hochwasserschutz waren die beherrschenden Themen des in weiten Teilen einvernehmlichen Gespräches.


Rösler stammt aus unserer Nachbargemeinde Gerlingen und fühlt sich Ditzingen auf vielfältige Weise eng verbunden: "Schon als Kind war ich jeden Tag im Ditzinger Hallenbad und lernte dort Schwimmen. Im Gymnasium Korntal waren in meiner Klasse viele Freunde aus allen vier Ditzinger Ortsteilen und mit vielen von ihnen habe ich bis heute Kontakt." Nach dem Studium der Landschaftsplanung in Berlin, der Diplom-Arbeit zum Thema Streuobst in Bad Boll, der Doktor-Arbeit zum Thema "Arbeitsplätze durch Naturschutz am Beispiel des Biosphärenreservates Schwäbische Alb" (seine Idee in den 1990er Jahren, heute ein Leuchtturmprojekt der Landesregierung) war Rösler zuerst drei Jahre am Lehrstuhl für Landschaftsökonomie der Universität Greifswald tätig. Anschließend war er über sechs Jahre Geschäftsführer beim NABU Saarland mit viel Personal- und Finanzverantwortung sowie zahlreichen auch international ausgerichteten Projekten. Seit Oktober 2006 ist er als Parlamentarischer Berater der Landtagsfraktion der Grünen im Stuttgarter Landtag tätig, weiß also wie die Arbeit im Stuttgarter Landtag abläuft. Ehrenamtlich ist Rösler auf Bundes- und europäischer Ebene für den NABU, als Mitglied des Stiftungsrates der Gerlinger Rebmann-Stiftung sowie in einer Vaihinger Bürgerinitiative für Verkehrsberuhigung aktiv.

Rösler lebt seit 2007 mit Familie in Vaihingen/Enz. "Durch meine enge persönliche Verbindung in mehrere Strohgäugemeinden sowie meinen Wohnort in Vaihingen kenne ich die Situation gleich in mehreren Gemeinden des Wahlkreises sehr gut und hoffe mich daher besonders gut für deren Belange im Landtag einsetzen zu können".


Keine Schulden

Makurath und Rösler stimmten darin überein, dass es Aufgabe von Kommune und Land sei, so bald wie möglich keine Schulden mehr aufzunehmen und darüber hinaus auch eine Nullverschuldung anzustreben. "Der Weg für das Land dorthin wird allerdings sehr viel steiniger sein als für Ditzingen. 2013 müssen wir bei einem Haushaltsvolumen des Landes von ca. 35 Mr. Euro mit rund 50 Milliarden Schulden rechnen: das sind die Folgen unsolider Finanzpolitik von CDU und FDP, die künftigen Generationen immer höhere Schuldendienste aufbürdet und Handlungsmöglichkeiten erwürgt", so Rösler.


Stuttgart 21

Beim Thema Stuttgart 21 gab es weniger Einigkeit zwischen OB und Landtagskandidat. Rösler setzt sich wie die Grünen in Stadt und Land für ein Moratorium ein, um die tatsächlichen, zwischenzeitlich ja mehrfach aus dem Ruder gelaufenen Kosten (derzeit offiziell mind. 7 Mrd. Euro, realistisch wohl eher 8 - 10 Mrd. Euro) und Probleme im Zusammenhang mit diesem aus seiner Sicht "Prestigeobjekt für einige Politiker" in Ruhe klären zu können.

Für die Verkehrspolitik im Land bedarf es abgestimmter Konzepte beim Lärmschutz und der Luftreinhaltung. Makurath und Rösler sahen es als sachlich geboten an, für den Mittleren Neckarraum an gemeindeübergreifenden Konzepten für Umweltzonen und damit für Verkehrslenkung und auch Verkehrsvermeidung zu arbeiten.


Bildung

Die vom Land und der Region für Stuttgart 21 eingeplanten Finanzmittel sähe Rösler lieber im Bereich Bildung investiert. Ob U-3-Betreuung, Ausbildung oder Bezahlung von Erzieher/innen, qualifizierte und individuellere Betreuung in weiterführenden Schulen oder schlussendlich angemessene Lehrangebote an den Hochschulen: "Investitionen in Menschen sind allemal sinnvoller als das Geld für den Abriss denkmalgeschützter Gebäude auszugeben oder zu verbuddeln".


Hochwasserschutz

Beim Hochwasserschutz sehen Makurath und Rösler dringenden Handlungsbedarf - das Unwetter im Juli mit Millionenschäden in Ditzingen, Gerlingen und Schwieberdingen sowie das Unwetter genau ein Jahr zuvor in Korntal-Münchingen zeigen nach Ansicht nach Rösler aber auch, wie ernst der Klimawandel genommen werden muss. "Schon vor knapp 30 Jahren habe ich mich in Gerlingen für eine Renaturierung von Aischbach und Grundgraben eingesetzt - wären entsprechende Maßnahmen in Gerlingen, Stuttgart und Ditzingen seither umgesetzt worden, wären die Folgen des Hochwassers 2010 spürbar geringer gewesen. Inzwischen geht es auch um die Pflicht, die EU-Wasserrahmenrichtlinie umzusetzen. Das bedeutet eben nicht mehr technische Bauwerke, sondern mehr Renaturierung. Nur so bekommen wir Hochwasserschutz, Schutz der Biologischen Vielfalt und Klimawandel unter einen Hut."




Klaus Gebhard im Ditzinger "Mittelpunkt"

 

 

Stuttgart 21 – ein Thema der differenzierten Sachdiskussion – auch in Ditzingen

 

Am Mittwoch, den 06.10.2010 war Klaus Gebhardt, der Gründer der Parkschützer, auf Einladung der GRÜNEN LISTE und des BUND zu Gast in Ditzingen. Mit seinem sehr differenzierten und überzeugenden Vortrag widerlegte er kenntnisreich die Kernthesen, die immer wieder von den S21-Befürwortern wiederholt werden.

 

Im Folgenden und in Kürze die wesentlichen Aussagen des Vortrags:

„S21 bedeutet Zeitersparnis“: Ein Grundproblem des heutigen Bahnhofs und der bestehenden Trassenführung ist, dass die Infrastruktur teilweise noch aus den 60er Jahren stammt oder sogar noch älter ist und seither nicht modernisiert wurde, wodurch seit den 90er Jahren eine zunehmende Fahrzeiten­verlängerung entstand.

Eine Fahrzeitersparnis aber kann ausschließlich von der Neubaustrecke kommen – der Tiefbahnhof selbst bringt gegenüber einem Kopfbahnhof keine Fahrzeiteinsparungen, da die Umsteigezeiten schon heute auf 4 Minuten minimiert sind und durch die modernen Wendezüge – die es bei der Planung von 1995 noch nicht gab – Umkoppelungsvorgänge entfallen.

 

Das alternative Konzept K21, ausgearbeitet vom VCD (Verkehrsclub Deutschland), sieht vor, die bestehende Trasse nach Bad Cannstatt mit 2 zusätzlichen Gleisen auszubauen, sodass jeder Zugtyp ein eigenes Gleis hat und schnellere Züge nicht, wie bei der Planung für S21, durch vorausfahrende, langsamere Züge abgebremst werden. Die Verbindung zur Neubaustrecke würde dann von Mettingen nach Denkendorf durch eine hier unproblematische Geologie führen. Damit wäre ein leistungsstarkes und wenig anfälliges System erreicht.

 

„S21 bringt Modernität“: Die immer wieder gezeigten computeranimierten Bilder vom neuen Tiefbahnhof täuschen. Wenn man sich die Bilder des geplanten Bahnhofs anschaut, so wirkt er hell und leicht, in strahlendem Weiß. Tatsächlich werden die Glasaugen aber nur 8% der gesamten Betondecke einnehmen – die Realität wird wohl deutlich düsterer und drückender aussehen. Auch von außen: denn auf der zu sehenen 40cm dicken Bodendecke auf dem Betondeckel können keine Bäume wachsen – auf dem stellenweise bis zu 8m hohen Wall, den der Tiefbahnhof außen bildet wird mitten in Stuttgart eine reizarme Grasödnis entstehen, durchbrochen von den hohen Glasaugen Das Thema „Parkerweiterung“ ist ebenso kein wirkliches Argument: Stuttgart benötigt keine Neupflanzungen 2km vom Zentrum entfernt, sondern eine grüne Oase inmitten der Stadt.

 

Das Konzept des oberirdischen Bahnhofs K21 geht von einem neuen, stützenfreien Glasdach über alle 16 Bahnsteige aus, wodurch ein tageslichtheller, barrierefreier und offen wirkender Gleisraum entstünde, technisch machbar ist dies, renommierte Baufachleute wie Jörg Schlaich haben das bestätigt.

„S21 bietet Stadtentwicklung“: Durch die Drehung des Bahnhofs muss das alte System als Ganzes voll in Betrieb bleiben bis das neue System vollständig fertig ist – intern rechnet die Bahn schon heute damit nicht vor dem Jahr 2024. Erst dann kann man umstellen. D.h. aber auch: dass man erst dann beginnen kann die frei werdenden Flächen zu überplanen und zu bebauen. Das wiederum bedeutet, dass die Baustellenbelästigung entlang des Schlossgartens über Jahrzehnte bestehen bleibt.

Auch hier bietet das Konzept K21 deutlich Vorteile: schon heute kann begonnen werden die entsprechenden Flächen – etwa das sog. C-Areal oberhalb des Pragfriedhofs, das während der jahrzehntelangen Bauzeit von S21 als Logistik-Fläche dienen muss - zu bebauen und damit städteplanerisch zu entwickeln.

 

Zusammengenommen ergibt sich daraus, dass S21 eine vernünftige Stadtentwicklung nicht ermöglicht, sondern sogar verhindert.

Die Erklärung ist wohl eher in dem immensen Renditedruck zu sehen, den sich die Stadt selbst auferlegt hat, indem sie der Bahn schon Jahre im Voraus 460 Mio € für das Gleisgelände bezahlt hat, das nach den damaligen Planungen schon 2008 hätte bebaut werden sollen.

 

Stuttgart 21 ist, so resümiert K.Gebhardt, kein Bahnprojekt, sondern ein Immobilienprojekt!


Übrigens:

In Ingersheim, nur wenige Kilometer vom Atomkraftwerk Neckarwestheim entfernt, wird in Kürze ein modernes Windkraftwerk mit 2 MW Leistung entstehen: Ein Symbol für die Energiewende und ein Beweis dafür, dass auch in Baden-Württemberg außerhalb des Schwarzwaldes Windkraftwerke gebaut werden können.

Das Windkraftwerk soll ein Bürgerwindrad sein und von möglichst vielen Menschen getragen werden. Geplant ist es, die Anlage als Genossenschaft zu errichten und zu betreiben.

Die Initiativgruppe hat ein Faltblatt mit allen wesentlichen Informationen herausgegeben.

Hier kann man es herunterladen:

Vorderseite:
[http://www.cshare.defile191b89188c2e681b5b567098c05fd36a100214_Flyer_VORDERseite.pdf.html]

Rückseite:
[http://www.cshare.defile08d91d87f8ee0f0b78a558f7c65fa074100214_Flyer_R%DCCKseite.pdf.html]






 

Haushaltsrede der Grünen Liste Ditzingen zum Haushalt 2011

In 2010 hat sich die wirtschaftliche Lage Ditzingens positiver entwickelt als vor einem Jahr prognostiziert. Die geschätzten Gewerbesteuereinnahmen von 11 Mio Euro stiegen immerhin auf 13,5 Mio, die Stadt konnte somit noch schuldenfrei bleiben. 

Selbst die für 2011 erwartete höhere Einnahme von 14,5 Mio reicht zur Deckung des Verwaltungshaushalts nicht aus. Erst durch Erhöhungen der Grundsteuern, der Gewerbesteuer und durch Zuweisungen kann der Haushalt ausgeglichen werden. Diese Erhöhungen trägt die Grüne Liste mit, um zu vermeiden, dass pauschal bei Schulen, Kindertageseinrichtungen, der Jugendmusikschule und bei Vereinen die Zuweisungen gekürzt werden müssen.


 

Der städtische Haushalt wird von Jahr zu Jahr mit einem steigenden Zuschuss für die Ganztagesbetreuung an Schulen belastet. Waren es in diesem Jahr 270.000 Euro, werden es 2011 bereits 315.000 sein. Diese Betreuung ist gesellschaftlich erwünscht, inzwischen auch von Bund und Land als wichtig erachtet, aber es fehlt die Kostenübernahme durch Berlin und Stuttgart.


 

Auch bei der Finanzierung eines Kindergartenplatzes für unter 3 jährige, für den ab 2013 ein Rechtsanspruch besteht, wird die Kommune im Stich gelassen. Musste 2005 ein Kita-Platz zu 66,5% aus städtischen Steuern finanziert werden, sind es 2011 bereits 71 %. Auch hier muss eine höhere Zuweisung von Bund und Land kommen, wenn sich schon die Regierungsparteien auf die Fahne schreiben, für die Chancengleichheit der Kinder und für die jungen Familien etwas zu tun.

Weder die Kommunen noch die Familien dürfen höher belastet werden.

Mit den Kindergartengebühren übernehmen die Eltern einen - zwar geringen- Teil der Betreuungskosten ihrer Kinder.

Laut Mehrheitsbeschluss im Gemeinderat finanziert aber der Ditzinger Steuerzahler zu 100% die Personalkosten für die gesetzlich vorgeschriebene Kontrolle der Waffenaufbewahrung. 

Eine gute Kinderbetreuung liegt im Interesse der Allgemeinheit, nicht aber der private Waffenbesitz. 


 

Die Grüne Liste stellt folgenden Antrag:

 

 Für die Prüfung der Aufbewahrung von Waffen wird kostendeckend eine 

 Gebühr erhoben 


 

Wie 2010 können auch 2011 keine großen Investitionen getätigt werden. Ausgaben für Sanierungen, neuem Inventar und Maßnahmen für Um-und Erweiterungsbauten an städtischen Gebäuden, die durch das Hochwasser geschädigt wurden, haben Vorrang.

Wir begrüßen die Investitionen in den Hochwasser-, und Lärmschutz, in die Planung für das Kinderhaus, in die Fortführung der Ortssanierung Stadtmitte Ditzingen, in den Erweiterungsbau der Kita Hohenstaufenstraße.

Von der Notwendigkeit, die Dächer an der Konrad-Kocher-Hauptschule und an der Wilhelmschule für über 200.000 Euro zu sanieren und für Planungen von Sanierungen an der Theodor-Heuglin-Schule und an der Konrad-Kocher-Grundschule Geld auszugeben, sind wir nicht überzeugt, da über den Fortbestand der einzelnen Schulen noch nicht entschieden ist. 

Müssen diese Gelder bereit gestellt werden, wenn in 4 bis 5 Jahren das eine oder andere Gebäude nicht mehr benötigt wird? 

Müssen in Zeiten knapper Kassen 180.000 für den Bebauungsplan Südumfahrung Heimerdingen, 57.000 Euro für den Neubau eines Feldwegs ausgegeben werden? Sollte dieses Geld nicht eher in die Rücklage fließen?

Ein Hinweis, wie wenig fundiert die beantragten Investitionen über 60.000 Euro für die Baumaßnahmen am Friedhof Hirschlanden sind, zeigte der Antrag, dafür nur noch 40.000 auszugeben und die eingesparten 20.000 Euro für einen Bebauungsplan in Hirschlanden zu verwenden. Für mögliche höhere Kosten muss wohl dann der Nachtragshaushalt herhalten.

Nicht nur über die Siedlung „Knäpple“, auch über andere innerörtliche Gebiete mit großen Gärten sollten Bebauungspläne gelegt werden, um den Charakter dieser Gartensiedlungen zu erhalten und großen Geschosswohnungsbau zu verhindern.


 


 

Das Jahr 2010 war nicht nur für Stuttgart, auch für Ditzingen voller großer und kleiner Ereignisse.

Einige möchte ich hier erwähnen.

 - Das Unfassbare eines Jahrhunderthochwassers, der unermüdliche Einsatz der Feuerwehr und 

 anderer Hilfsorganisationen, die Solidarität der Menschen, angefangen mit dem Kuchenverkauf 

 für die Kinder der überfluteten Kitas bis zu dem hohen Spendenaufkommen bleiben 

 unvergesslich.

 

- Kinder und Eltern organisierten einen Fußmarsch vom äußersten Westen zum äußersten

 Osten Ditzingens, um den langen Schulweg zu demonstrieren.

- S 21 Kritiker informierten auf dem Laien interessierte Bürger über die möglichen Alternativen.

- Rege, zum Teil unsachliche Diskussionen zur Ditzinger Schulentwicklung wurden im und 

 außerhalb des Gemeinderats geführt. 


 

Viel Raum in der Verwaltung und im Gemeinderat nahmen die Debatten zur künftigen Energiepolitik Ditzingens ein. Wird es ein eigenes Stadtwerk geben? Braucht Ditzingen dazu einen Partner? Welche Basis muss eine zukünftige Partnerschaft haben? Was sind die unabdingbaren Voraussetzungen?

Unseres Erachtens muss das Verhältnis zwischen den Partnern von Vertrauen, Glaubwürdigkeit und Offenheit geprägt sein und nicht nach S 21 Manier von Überheblichkeit. Die künftigen Monate werden der Stresstest für Ditzingen sein.


 

Für die anstehenden kommunalen Entscheidungen wünsche ich der Verwaltung und den Gemeinderatskollegen/innen Durchhaltevermögen und Kraft für sachlich begründete Beschlüsse anstelle von Wahlkampfparolen.


 

Für die Fraktion der Grünen Liste 

Ulrike Sautter

 

 


 

Zum Ersten - zum Zweiten - und zum Dritten!!

Großer Erfolg beim Ausverkauf der "Bunten Bäume"

Beinahe acht Wochen nach unserer Aktion erfreuten sich die farbig gestalteten Baumfragmente immer noch großer Beliebtheit. Ständig konnte man Menschen beobachten, die interessiert von Baum zu Baum gingen und sich offensichtlich an dem Farbtupfer in der sonst eher grauen Ditzinger Innenstadt erfreuten.
Jedoch, nun war es soweit :  Unsere "Bunten Bäume" mussten vor Einbruch des Winters entfernt werden. Viele kamen und holten sich einen solch bunten Blickfang für den Vorgarten, Balkon oder Terrasse.
Von den 14 farbigen Unikaten wurden 13 Stück verkauft. Die Käufer ließen sich nicht lumpen und so kamen höchst erfreuliche €185,-  zusammen. Dieser Betrag wird als Spende an die Begegnungsstätte "Miteinander - Füreinander" übergeben.
Wir blicken auf zwei Monate "Aktion Bunte Bäume" zurück, eine achtwöchige Erfolgsgeschichte der "Grünen Liste Ditzingen" mit großer Beteiligung der Ditzinger Bevölkerung
 
Andreas Eberwein
Fraktion der Grünen Liste

 



                                                                                                                                  .

Hier steht unser Programm zur Kommunalwahl für Sie zum Download bereit.

Gerne geben wir Ihnen auch zusätzlich nähere Auskünfte zu den einzelnen Punkten. Mailen Sie uns Ihre Anregungen, oder - noch besser - kommen sie zu einem persönlichen Gespräch bei uns vorbei. (Termine der Fraktionssitzungen s. unter "Termine".)

Ihre Grüne Liste Ditzingen

GL_Wahlprogramm.2009.pdf

Klicken Sie zum Download auf den Link

 



Unsere Kandidatenliste für die Kommunalwahl 2009

Klicken Sie auf ein Bild oder auf den Link.

(Zur Ansicht der Liste benötigen Sie den kostenlosen Adobe Reader)

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Liebe Ditzinger Bürger,

Die Grüne Liste Ditzingen plant für

Samstag, 19.9.09  von 10 – 16 Uhr in Ditzingen an der Glemsbrücke / Schlossmühle

eine Aktion, bei der mehrere Baumstämme (siehe Beiblatt) von verschiedenen Ditzinger Gruppen und einzelnen Bürgern bemalt werden sollen.

Die Stämme werden von uns vorher in den Boden gesetzt und zur künstlerischen Gestaltung vorbereitet.

Das notwendige Material (Pinsel und Acrylfarben) steht zur Verfügung.

Gerne dürfen Sie die Bäume auch mit anderen, auch persönlichen Dingen, ausschmücken.

Weitere Materialien und entsprechende Kleidung bitte selber mitbringen.

Sie werden sich fragen, wozu diese Aktion gut sein soll.

Begonnen hatte es damit, dass die Gegend um die Schlossmühle, ursprünglich eine der schönsten Stellen Ditzingens, durch das Abholzen der Bäume entlang der Glems gelitten hat.

Dies brachte uns auf die Idee, einen Ausgleich zu schaffen und diesen Bereich Ditzingens farbenfroh zu gestalten.

Wir Ditzinger Grünen wollen auf den momentanen  Zustand an der Glems aufmerksam machen, eine Aufwertung des Flusses in unserem Bewusstsein bewirken und uns dafür einsetzen, dass die vom Gemeinderat beschlossene Neugestaltung des Glemsufers nicht in Vergessenheit gerät.

Wir würden uns freuen, wenn Ihre Gruppe an diesem Tag mit dabei wäre und einen der Bäume verschönern würde.

Bitte Teilnahme / Nichtteilnahme telefonisch oder per mail mitteilen an:

Andreas Eberwein    Tel. 07044-5772

E-Mail: Info@Schreinerei-Eberwein.de



 

 

 

Im Mai diesen Jahres besuchte Ingrid HÖNLINGER (re im Bild) , Rechtsanwältin und Bundestagskandidatin der GRÜNEN/BÜNDNIS 90 zusammen mit der Bundesvorsitzenden Claudia Roth unsere Stadt.

Sie kandidiert als einzige Frau im Wahlkreis Ludwigsburg und setzt sich als solche u.a. e

  • für die Gleichbehandlung von Mann und Frau in der Bezahlung und in der beruflichen Fortentwicklung
  • für die Stärkung der Kinder und Familien in unserer Gesellschaft
  • für die gerechte Verteilung der Lasten zwischen Jung und Alt

 

Am 26.September wird INGRID HÖNLINGER Sie am Info-Stand der GRÜNEN LISTE begrüßen und gerne zu Ihren Fragen und Anregungen Stellung nehmen.

Schauen Sie vorbei.

Weitere Infos  unter www.ingrid-hoenlinger.de

Fraktion der Grünen Liste

U. Sautter



 

 


 



Ingrid Hönlinger, Bundestagskandidatin unseres Wahlkreises, besuchte mit der umweltpolitischen Sprecherin der Bundestagsfraktion Bündnis 90 / Die Grünen Sylvia Kotting-Uhl den Biolandbetrieb Marcus Arzt in Ditzingen.

 

Nach der Besichtigung der zukunftsorientierten und auch von  Bündnis 90 / Die Grünen   bundesweit unterstützten dezentralen Biogas - Technologie   auf dem Haldenhof in Hemmingen, die von der Naturenergie Glemstal betrieben wird und unter anderem das Schul-und Sportzentrum in Schwieberdingen mit Wärme versorgt, besuchten sie noch die Bioland Gärtnerei Marcus Arzt in Ditzingen. Herr Arzt, der Besitzer dieses Betriebes, führte die grünen Politikerinnen durch seinen Betrieb, der sich auf den Anbau von Kürbissen, Ackersalat und Rucola spezialisiert hat. Mit diesen Produkten beliefert er große Vermarkter wie zum Beispiel Edeka /Tegut. Der Anteil des Biogemüses auf dem Verbrauchermarkt  ist in den letzten Jahren auf 12 Prozent gestiegen. Um noch mehr Akzeptanz für die einheimischen Bio-Produkte zu bekommen, forderte er im Gespräch mit seinen Besuchern, dass eine öffentliche Kennzeichnungspflicht für regionale Produkte eingeführt werden sollte. Um marktgerecht zu erzeugen, kann er jetzt im Rahmen der Übergangsregelungen der EU   halbjährlich  Saisonarbeiter aus dem Ostblock unter gesetzlichen Sozialleistungen und zum Tariflohn beschäftigen. Ziel all dieser  Maßnahmen, auch von staatlicher Seite, muss es sein, dass bei entsprechender Qualität  auch für den Erzeuger ein akzeptabler Preis erzielt werden kann. Die Bundestagsfraktion Bündnis 90 / Die Grünen  setzt sich, wie Frau Hönlinger und Frau Kotting-Uhl betonten, dafür ein, dass regionale und saisonale Bio- Produkte bevorzugt angeboten werden sollen. Hierzu gehören noch vermehrte Aufklärung und Nachfrageförderung für Bioprodukte  seitens des Staates.

 

Für die Grüne Liste Ditzingen

Jörg Becker

  

 



 

 

Zeit für einen Wechsel!

Auf der Klimakonferenz der Vereinten Nationen in Nairobi versuchten Delegierte aus 189 Ländern, einen gemeinsamen Weg zur Abwehr der Klimakatastrophe zu finden. Dies ist ein schwieriges Unterfangen, und im Konflikt der unterschiedlichen Interessen sind kleinste Schritte oft schon ein großer Erfolg.

Da ist es erfreulich, dass jeder Einzelne auch jenseits der Weltpolitik Verantwortung
übernehmen und einen Beitrag leisten kann: durch den Bezug von umweltfreundlichen Strom aus erneuerbaren Energien. Mit dem Wechsel zu einem ?Grünstrom?-Anbieter wird die persönliche CO2-Bilanz verbessert und das Klima entlastet. Der Wechsel zu einem anderen Stromanbieter ist heute einfach. Der neue Versorger übernimmt in der Regel die Formalitäten, und es muss niemand befürchten, dass das Licht ausgeht. 

Wegen der steigenden Öl-, Gas- und Kohlepreise sind die Ökostromanbieter auch kaum noch teurer als die herkömmlichen Versorger. Zu den zertifizierten Anbietern von umweltfreundlichem Strom mit einem hohen Anteil erneuerbarer Energien gehören u.a.:


- EWS Schönau (www.ews-schoenau.de)
- Greenpeace Energy (www.greenpeace-energy.de)
- Naturstrom (www.naturstrom.de)
- Lichtblick (www.lichtblick.de)

Machen Sie mit und steigen Sie um!

Wolfram Krewitt